Das Rotmoos im weissen Kleid

Im Winter zeigen Natur und Landschaft oft ein ganz anderes Gesicht als zur Vegetationszeit. Besonders reizvoll ist dieser Kontrast, wenn man auf Schneeschuhen ein klassisches Sommerwandergebiet aufsucht. Das Eriz eignet sich dafür perfekt.

Für Schneeschuhläufer (hier mit Ausblick zur Sichle) ist das Eriz ein Paradies.

Für Schneeschuhläufer (hier mit Ausblick zur Sichle) ist das Eriz ein Paradies. Bild: Andreas Staeger

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das Rotmoos am hintersten Ende des Zulgtals weist eine botanisch reichhaltige Moorlandschaft mit gut entwickelten, reich gegliederten Tannen- und Fichtenwäldern auf. Es gilt kantonsweit als einer der wichtigsten Lebensräume für gefährdete voralpine Tierarten und steht deshalb seit Jahrzehnten unter dem Schutz des Kantons Bern. S

Seinen Namen verdankt das 65 Hektaren grosse Schutzgebiet den Moorwiesen, die im Sommer und Herbst wunderbar rötlich leuchten.

Signalisation unbedingt beachten

Im Winter, wenn die Moorlandschaft unter einer dicken weissen Schneedecke ruht, ist von diesem roten Schimmer natürlich nichts zu sehen. Gleichwohl wartet das Rotmoos dann mit grossen landschaftlichen Reizen auf. Sie lassen sich am besten auf einer Schneeschuhtour entdecken.

Dabei muss sich niemand auf eigene Faust durch das Gebiet vorankämpfen. Vielmehr steht eine mit Tafeln und Stangen markierte Schneeschuhroute zur Verfügung, die als Rundweg angelegt ist.

Aus zwei Gründen empfiehlt es sich, die ausgesteckte Route auf keinen Fall zu verlassen: Einerseits ermöglicht einem die Signalisation, sich auf problemlose Weise im Gelände zu orientieren. Andererseits wird auf diese Weise dafür gesorgt, dass die Schneeschuhläufer nicht etwa in eine lawinengefährdete Zone geraten oder empfindliche Schutzzonen durchqueren.

Grossartiges Panorama

Ausgangspunkt der Schneeschuhtour ist die Busendstation im Innereriz. Zunächst wandert man in Richtung Hinter Sohl über den Fallbach. Auf der gegenüberliegenden Seite des Tals geht es in leichtem Aufstieg zum Bauernhof Trüschhubel hinauf und auf dem Strässchen weiter zum Ferienheim.

Beim Waldrand wird hangwärts abgezweigt und nach Obere Breitwang aufgestiegen, wo man den höchsten Punkt der Tour erreicht. Hier geniesst man eine herrliche Aussicht ins Eriz und hinüber in die Hügelwelt des Emmentals.

In sanftem Abstieg gelangt man danach hinüber ins Rotmoos. Die verschneite Moorlandschaft hat im Winter eine an skandina­vische Wälder erinnernde Ausstrahlung.

Das Panorama im Abstieg über Hängstli und Scheidzaun zurück nach Innereriz ist kolossal: Den bogenförmigen Geländeeinschnitt der Sichle flankieren die sieben Hengste und die Kette des Sigriswiler Rothorns.

(Thuner Tagblatt)

Erstellt: 17.01.2018, 19:12 Uhr

Allgemeine Infos

Anreise: Mit dem Bus ab Thun nach Innereriz/Säge
Rückreise: Ab Innereriz/Säge mit dem Bus
Route: Innereriz/Säge–Breitwang–Rotmoos –Innereriz/Säge
Wanderzeit: ca. 2½ bis 3½ Stunden (je nach Schneeverhältnissen)
Streckenlänge: 7 km Höhendifferenz: 350 m Aufstieg, 350 m Abstieg
Schwierigkeit: sportlich ast

Artikel zum Thema

Wandern in der Vertikalen

Kandersteg In der Serie «Sommertipps» verraten Redaktorinnen und Redaktoren Ausflüge oder Freizeitaktivitäten, die ihnen persönlich gefallen. Dieses Mal: der Klettersteig in Kandersteg. Mehr...

Wie Beat Feuz zum Wandern anregt

Schangnau Sogar der Schellenursli hat seinen eigenen Themenweg. Und in Heimisbach erinnern sie sich auch regelmässig wandernd an Simon Gfeller. Also müsste man den Schangnauern schon fast einen Vorwurf machen, wenn sie ihren Goldjungen Beat Feuz nicht zum Anlass nähmen, einen Wanderweg aufzupeppen. Mehr...

Panoramatour rund um das Metschhorn

Per Gondelbahn gelangt man zügig zum Ausgangspunkt einer wunderbar aussichtsreichen Bergwanderung hoch über dem Tal der Simme. Die Route führt vom Metschstand mit zumeist mässigem Gefälle hinunter zum Talboden. Mehr...

Kommentare

Blogs

Bern & so Glück und Kreide

Foodblog Grossvaters Gamspfeffer!

Die Welt in Bildern

Eiskalter Senkrechtstart: Der Extrembergsteiger und Mammut Athlet Dani Arnold eröffnet im Februar 2018 eine neue Eiskletter-Route in den weltbekannten kanadischen Helmcken Falls in British Columbia.
(Bild: Thomas Senf) Mehr...