Bern

Avec streicht die Sandwichs nun selber

BernSalate, Sandwichs und Gebäck: Das wollen die Avec-Läden künftig den Pendlern verkaufen. Die erste Filiale mit diesem Angebot wird am Freitag im Berner Bahnhof eröffnet.

In der Avec-Filiale werden Snacks frisch zubereitet.

In der Avec-Filiale werden Snacks frisch zubereitet. Bild: Franziska Rothenbuehler

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Pendler mögen frisches Essen. Deshalb baut das Kioskunter­nehmen Valora seine Avec-Läden um. Der erste ist seit am Freitag in der Neuengass-Unterführung des Berner Bahnhofs offen. Zu kaufen gibt es vor allem Lebensmittel, die sich unterwegs essen lassen – Salate, Sandwichs und Gebäck. Neu ist, dass Avec täglich 35 dieser Frischprodukte selber zubereitet.

Preise runtergesetzt

Bisher galten die Avec-Läden als teuer, und die Konkurrenz ist gross. In der Bahnhofunterführung buhlen bereits Migros und Coop um die Zugfahrer, die sich schnell etwas frisch Zubereitetes für unterwegs kaufen möchten. Roger Vogt, Chef der Valora-Läden in der Schweiz und in Österreich, betonte deshalb am Freitag vor den Medien: «Wir haben etliche Artikel um bis zu 20 Prozent verbilligt.» So kostet zum Beispiel ein halber Liter Mineralwasser der Valora-Eigenmarke OK.– neu 60 Rappen. Das ist nicht viel.

Eine Stichprobe zeigt jedoch auch: Bei der Migros in der Bahnhofunterführung kosten die frisch zubereiteten Sandwichs 4.40 bis 6.80 Franken. Avec verkauft sie für 4.50 bis 9 Franken. Auch beim Bier für 1.50 Franken pro halben Liter kann Avec nicht mit dem Angebot von Coop mithalten. Das dürfte allerdings wiederum Berns Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) freuen. Die ständige Verfügbarkeit von billigem Alkohol ist für ihn ein Grund für die teils exzessive Trinkerei im und rund um den Bahnhof.

Valora will bis Ende Jahr weitere zehn Avec-Läden mit dem neuen Angebot eröffnen. Die Berner Filiale ist mit ihren 47 Quadratmetern die kleinste. Die Läden an anderen Bahnhöfen werden die doppelte oder sogar die dreifache Fläche haben.

Dass sich Valora mit den Neueröffnungen so beeilt, dürfte kein Zufall sein. Denn die SBB wollen die 265 Kiosk- und Verpflegungsstandflächen in ihren Bahnhöfen neu ausschreiben. Bisher war an den meisten Standorten die Valora mit ihren Kiosken und Avec-Läden eingemietet. Bis Ende Jahr können sich neben der Valora weitere Interessenten melden, welche die Standorte ab 2021 mieten wollen. Roger Vogt rechnet sich allerdings gute Chancen aus, dass Valora weiterhin Mieterin bleiben darf.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 12.07.2018, 21:20 Uhr

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