Astronomen und Rockstars feiern Mondlandung in Bern

Hurra, das Festival Starmus, das Weltallforschung und Rocksound vereint, steigt im Juni 2019 in Bern! Dank der Mondlandung.

Astronaut Buzz Aldrin hat im Juli 1969 auf dem Mond das Segel der Uni Bern zur Messung des Sonnenwinds eingepflanzt.

Astronaut Buzz Aldrin hat im Juli 1969 auf dem Mond das Segel der Uni Bern zur Messung des Sonnenwinds eingepflanzt. Bild: Neil Armstrong (Nasa)

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Bernerinnen und Berner könnten im Jahr 2019 vielleicht schon drei Wochen vor dem Gurtenfestival hochkarätigen Rocksound geniessen, frohlockte Stadtpräsident Alec von Graffenried am Donnerstag. In einem Hörsaal der hiesigen Universität kündigte er einen Grossanlass an. «Einen, der für einmal nichts mit Spitzensport zu tun hat.» Vom 24. bis 29. Juni 2019 findet in Bern das Wissenschaftsfestival Starmus statt.

Starmus steht für Stars plus Music. Begründet hat es der armenische Astrophysiker Garik Israelian. Die Kombination von All plus Sound entspringt seiner Freundschaft zu Brian May, dem Gitarristen der Kultband Queen. May hat nebenbei noch in Astrophysik doktoriert.

Berns Beziehung zum Mond

Die Erstausgabe von seither vier Starmus-Events ging 2011 auf Teneriffa über die Bühne, zum 50-Jahr-Jubiläum des ersten Weltraumflugs durch den Russen Juri Gagarin. Das Modell: Das Gipfeltreffen von Sternenforschern wurde umrahmt durch den Sound von Stars wie Rick Wakeman oder Chris Hadfield.

Warum nun 2019 Bern als Austragungsort auserwählt wurde, erklärte Starmus-Gründer Garik Israelian am Donnerstag im Berner Hörsaal – per Videoschaltung aus der Royal Society in London. Mit Israelian und Brian May sassen in London auch der Berner Unirektor Christian Leumann und Martin Bachofner vom Tourismusdachverband Bern Welcome – als Berner Werbebotschafter.

Der Anlass von Starmus 2019 ist das 50-Jahr-Jubiläum der US-Mondlandung durch Apollo 11 am 20. Juli 1969. Israelian erklärte die besondere Beziehung der Berner Uni zum Mond: Das einzige nicht amerikanische Experiment, dass die Astronauten auf den Mond schleppten, war das Sonnensegel des Berner Professors Johannes Geiss. Es war der Auftakt zu 50 grossen Jahren Berner Weltraumforschung samt Mitwirkung bei vielen Weltraummissionen. Israelian vergass Albert Einstein nicht, ohne dessen 1905 in Bern entdeckte Relativitätstheorie es gar keine Weltraumforschung gäbe.

Stephen Hawking in Bern?

Zum Event in Bern gehört ein Kongress mit 2000 bis 3000 Teilnehmern im Bernexpo-Gelände. Sie werden auch ausschwärmen in Schulen und in die Stadt, wo es womöglich auf dem Bundesplatz eine Ausstellungszone gibt. Und die Rockstars? Alec von Graffenried hielt sich noch zurück. Ob sie im Stade Suisse oder in kleinerem Rahmen auftreten werden, sei noch offen. Brian May versprach per Video immerhin «an amazing music program».

Dem Board von Starmus gehören Astronauten, 21 Nobelpreisträger und Starforscher Stephen Hawking an. Ob dessen zerbrechliche Gesundheit einen Bern-Besuch erlaube, werde man allerdings sehen, sagte Willy Benz, Weltraumprofessor an der Uni Bern. Sicher könne man aber Skeptiker, die die Mondlandung anzweifeln, mit echten Apollo-Moonwalkern konfrontieren.

Scheitern kann das Event, das Bern und seine Uni auf der globalen Landkarte aufleuchten lassen, nur noch am Geld. Das Festival hat keine feste Kasse, auch Bern muss auf Geldsuche gehen. In Trondheim kostete das Event zuletzt 4 Millionen Franken. (Berner Zeitung)

Erstellt: 01.02.2018, 18:55 Uhr

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