Bern

Japigo will neu auch eine Bar sein

BernAm Dienstag öffnet das Restaurant Japigo an der Spitalgasse 33. Dort möchte In­haber René Huber von der hoch frequentierten Lage profitieren und neu auch zur Adresse für den Apéro oder den Schlummertrunk werden.

René Huber im neuen, provisorischen Restaurant Japigo.

René Huber im neuen, provisorischen Restaurant Japigo. Bild: Beat Mathys

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Erst zu Beginn des neuen Jahres vor gut einem Monat wussten die Japigo-Besitzer René Huber und Hans Merki, dass sie provisorisch an die Spitalgasse 33 ziehen können. Und bereits Ende Januar steckten sie in den letzten Vor­bereitungen dafür, ihr japanisches Restaurant morgen Dienstag wieder eröffnen zu können. Zuvor hatten sie sich ein Jahr lang um eine Übergangs­lösung bemüht, immer das Jahresende 2017 vor Augen, als sie als letzter Mieter das Kaiserhaus verlassen mussten.

Das Gebäude zwischen Markt- und Amt­hausgasse in der Berner Innenstadt wird von der Eigen­tümerin, der Schweizerischen Nationalbank, während der nächsten vier Jahre um­gebaut. Huber und Merki hatten dem Japigo-Personal längst gekündigt, als sich doch noch die Perspektive an der Spitalgasse auftat. «Im letzten Monat haben wir täglich Entscheide gefällt, um Anfang Februar eröffnen zu können», sagt Huber.

Die Eigen­tümer agieren im Hintergrund, sie sind ohnehin keine herkömmlichen Gastronomen. Merki ist praktizierender Arzt, Huber verwaltet und handelt mit Immo­bilien. Die beiden sind Aktionäre der Markthalle, die sie im Herbst mit der Migros als Generalmieterin wieder eröffnen wollen. Als erster Untermieter der neuen Markthalle wohl gesetzt: das Restaurant Japigo mit seiner asiatischen Crew.

Alte Bekannte

Ein Teil der Belegschaft des alten, grösseren Standorts ist bereits im Spitalgasseprovisorium wieder dabei, darunter die beiden wichtigsten Angestellten: die Geschäftsführerin und der Sushimeister. Die übrigen früheren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen wenn möglich am Ende der Übergangszeit – für die Rückkehr in die Markthalle – wieder angestellt werden.

An der Spitalgasse standen beim Baustellenbesuch Anfang letzter Woche noch einige Entscheide an, die gefällt werden mussten, damit das Lokal wie geplant eröffnen kann. Gleichzeitig war bereits erkennbar, dass das neue Japigo an das alte erinnern wird: Die Sushibar, die beleuchtete Wanddeko, Möbel und Lampen, alles war schon im Kaiserhaus im Einsatz. «Sogar das Parkett an der Bar stammt vom Innenhof am alten Standort», sagt Huber. «Wir versuchen, so viel Japigo wie möglich wieder aufzubauen.»

Zweiter Betrieb auf der Gasse

Im neuen Lokal werden gleichzeitig 55 Personen Platz nehmen können. Beim Eingang wartet die Sushibar, die warmen Gerichte werden aus der Küche im Untergeschoss kommen. «Die Karte wird ein bisschen kompakter sein als am alten Ort.» Dafür wollen die Betreiber die prominente Lage nutzen und «das Take-away-Angebot forcieren», wie Huber sagt. Zudem möchte er den Ort als Adresse für den Apéro, das Feierabendbier, ein Glas Wein und für schöne Drinks etablieren – und für Glacen von Giolito, der Gelateria seines Compagnons Merki. «In der Passage und auf der Gasse wird fast eine Art zweiter Betrieb entstehen.»

Die Decke voller Rohre bleibt, wie sie ist. Huber gefällt ihr Industriecharakter. Es müsse nicht alles perfekt sein, sagt er, um erfreut anzufügen: «Und dennoch ist viel mehr entstanden als ein Pop-up.» Ob das Lokal vielleicht bleibt, auch wenn in der Markthalle das neue Restaurant aufgeht? «Das ist eine Option», sagt Huber. (Berner Zeitung)

Erstellt: 05.02.2018, 08:56 Uhr

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