«Ich habe einen Restoptimismus»

Jonas Lüscher ist der Autor der Stunde. Mit seinem ersten Roman «Kraft» hat sich der Berner über die Grenze hinaus als aufsehenerregendste neue literarische Stimme bestätigt. Ein Gespräch über brennende Themen unserer Zeit.

Gesellschaftspolitische Themen sind nicht mehr das Monopol von Lukas Bärfuss. Mit Jonas Lüscher steht ihm nun ein Schriftstellerkol­lege zur Seite.

Gesellschaftspolitische Themen sind nicht mehr das Monopol von Lukas Bärfuss. Mit Jonas Lüscher steht ihm nun ein Schriftstellerkol­lege zur Seite. Bild: Patrick Gutenberg / Ex-Press

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Herr Lüscher, wie schauen Sie in die Zukunft?
Jonas Lüscher: Ich versuche immer wieder neu darüber nachzudenken, was möglich wäre, was wünschenswert wäre und was gefährlich wäre. Dass man verschiedene Möglichkeiten durchspielt, das ist es ja gerade, was das Autorendasein ausmacht.

Wie ist Ihre Grundstimmung?
Ich habe schon einen Restoptimismus. Ohne den würde ich nicht die Kraft aufbringen, Bücher zu schreiben. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass wir den Dingen ausgeliefert sind. Es gibt Möglichkeiten, die Zukunft zu gestalten. Auch für den Ein­zelnen.

Waren Sie deshalb vor fünf Jahren im Silicon Valley?
Nein. Mich haben die Philosophiedozenten an der Stanford University interessiert. Aber der Campus von Stanford ist der Nucleus des Silicon Valley, man bekommt die Kultur des Silicon Valley hautnah mit.

In Ihrem Roman «Kraft» beschreiben Sie die quasireligiöse Verehrung für die Techkonzerne.
Es ist amüsant, wie sich asiatische Reisegruppen auf dem Campus vor den Gebäuden fotografieren lassen, die von Silicon-Valley-Grössen gespendet wurden und deren Namen tragen. Für sie ist das so wie für uns ein Besuch von Versailles. Auf dem Campus gibt es eine der grössten Rodin-Sammlungen weltweit, aber diese Rodins finden nur wenig Beachtung. Die Techkonzerne sind das, was die Touristen als Kultur anerkennen. Man kann sich leicht darüber mokieren. Das wäre aber überheblich. Was im Silicon Valley geschieht, ist ja auch eine kulturelle Leistung.

Europa ist dort abgehängt?
So fühlt es sich zumindest an. Vielleicht ist es einfach eine narzisstische Kränkung für unsereins. Wir spüren, dass Literatur schreiben, Kunst um ihrer selbst willen zu machen, unser romantisches Bestehen auf das Unnütze, dass all diese Dinge dort nicht mehr so wichtig sind. Aber es hat ja auch eine gewisse Lächerlichkeit, sich selbst als überflüssig vorzukommen. Es ist unsere eigene Schuld. Das, was wir tun, muss halt attraktiver sein. (lacht) Vielleicht aber ist auch das, was nachkommt, viel besser.

Wie war Ihre eigene Reaktion auf das Silicon Valley?
Zwiespältig. Einerseits ist es ein toller, sehr internationaler Ort, mit vielen klugen, kreativen und sehr fleissigen Leuten. Dann ist es aber auch ein hermetischer Ort. Das führt zu einer seltsamen Diskrepanz. Viele denken, sie würden an der Verbesserung der Welt arbeiten, und gleichzeitig dringt die Aussenwelt kaum ein.

Sie arbeiten an einer globalen Zweiklassengesellschaft?
Vor Ort selbst hat die Entwicklung des Silicon Valley zu dramatischen Lebensumständen geführt. Zum einen gibt es die Programmierer, die Entrepreneurs und hoch bezahlte, sehr gut ausgebildete Leute aus aller Welt. Und dann gibt es ein Heer von hauptsächlich lateinamerikanischen Zuarbeitern, schlecht bezahlte Putzkräfte und Gärtner. Sie können nicht mehr im Valley wohnen. Der ökonomische Erfolg der Techgemeinschaft hat die Immobilienpreise über das Niveau von Manhattan hinausschiessen lassen. Also pendeln sie jeden Tag stundenlang zu ihren prekären Jobs.

Glauben die Leute der Tech-community, sie würden zur Verbesserung der Welt beitragen, oder ist das nur Rhetorik?
Interessant fand ich einen Vortrag eines ehemaligen Chefs des Sea Steady Institutes, das künstliche Inseln ausserhalb der Jurisdiktion der Staaten gründen will. Er sagte, man werde jetzt ein Singapur nach dem anderen auf dem Wasser bauen. Damit sei der Klimawandel kein Problem mehr, weil man mit Meerwasserenergie arbeiten werde. Man werde Algen züchten und damit das Nahrungsmittelproblem lösen. Überhaupt würden ja 200 Millionen Afrikaner gerne ihren Kontinent verlassen, und die Inseln böten dann Platz für sie. Das ist so eine groteske Idee! Wie bringe ich diese Inseln, auf denen Hightech­leute arbeiten, zusammen mit Afrikanern, die praktisch keine Ausbildung haben? Wenn diese Leute selbst daran glauben, ist es naiv, an der Grenze zur Dummheit. Oder es ist wirklich nur Werberhetorik? Dann ist es zynisch.

Was macht die Faszination von solchen Vorstellungen aus?
Diese Inseln sind das Paradies des Libertären. Es gibt auf ihnen keinen Staat mehr, man kann alles privatwirtschaftlich organisieren. Die ganze Mühsal, die eine politische Gemeinschaft und eine Demokratie mit sich bringt, ist damit beseitigt.

Also eine enorme Freiheit, die durch Geld ermöglicht wird.
In letzter Konsequenz wird sie nur dadurch ermöglicht, dass man keine Verantwortung übernehmen muss. Man stellt sich vor, man ist unter Gleichen. In diesem Modell gibt es keine psychisch Kranken, die man als ­Gesellschaft mittragen muss. Arbeitslose sowieso nicht. Es gibt keine Solidarität. Man holt sich die Leute, die man zum Putzen braucht. Braucht man sie nicht mehr, schickt man sie weg.

Es gibt auch Start-ups, die menschliche Bedürfnisse wegrationalisieren. Der Nahrungsmittelersatz Soylent beispielsweise, den man trinken soll, um beim Essen Zeit zu sparen.
Die Bedürfnisse werden reduziert auf das rein Körperliche und Berechenbare. Rob Rhinehart, der Soylent erfunden hat, hält es auch mit der Kleidung so. Be­kleidung ist eine über Jahrtausende gewachsene kulturelle ­Erscheinung. Mode ist ein Ausdruck der Persönlichkeit und der Konvention oder auch des ­Religiösen. Rob Rhinehart bestellt sich alle paar Monate auf Amazon einen Packen gleicher ­T-Shirts, trägt sie, und wenn sie stinken, schmeisst er sie weg und bestellt neue. Alles wird von ­jeglichem kulturellen Ballast befreit und zur reinen Funktionalität heruntergebrochen. Man weiss dann nicht mehr so genau, wozu überhaupt. (lacht) Funktionalität lohnt sich für mich nur, wenn sie dazu da ist, kulturell oder politisch etwas gestalten zu können.

Worin besteht der kulturelle Mehrwert?
In Vielfalt und Lebendigkeit, in Ausdruck und Haltung. Alles andere ist ja praktisch nur noch ein Überleben. Es ist nicht L’art pour l’art, sondern – ja, was ist es eigentlich? Komischerweise dasselbe wie Kunst um der Kunst willen, aber das Gegenteil.

Jonas Lüscher (40): «Funktionalität lohnt sich nur, wenn sie dazu da ist, kulturell oder politisch etwas zu gestalten.» Bild: Patrick Gutenberg

Eine Funktionalisierung um der Funktionalisierung willen.
Das Selbstoptimierungsprojekt ist im Silicon Valley sehr präsent. (Pause) Ich verstehe das Bedürfnis nach dem Optimalen nicht. Ich bin gerne suboptimal. Gerade die Momente, in denen wir uns mal gehen lassen und einen Abend haben, wo wir zu viel fressen und zu viel saufen und zu viel reden – das sind doch eigentlich die lohnenswerten Abende! (lacht) Es sind nicht die produktivsten, aber schon die, für die es sich zu leben lohnt.

In Ihrem Roman ziehen Sie eine Verbindung zwischen der Kultur des Silicon Valley und Europa.
Ich glaube, man kann eine Linie zeichnen von den Entwicklungen im liberalen Denken Ende der 70er-Jahre, Anfang der 80er-Jahre zu dem was wir jetzt als libertäres Denken im Silicon Valley vorfinden. Wenn wir verstehen wollen, was das libertäre Denken will und wie es überhaupt so dominant werden konnte, müssen wir genau diese Zeit verstehen. Damals hat sich das liberale Denken von einem Sozialliberalismus hin zu diesem Marktliberalismus gedreht. In den 90er-Jahren sind selbst die Sozialdemokraten auf die marktliberalen Ideen eingestiegen, namentlich Bill Clinton, Tony Blair, Gerhard Schröder.

Die marktliberale Position wurde zum Dogma. Warum?
Nach der Ölkrise der 70er-Jahre und der darauffolgenden Wirtschaftskrise gab es nicht mehr so viel Geld zum Verteilen, und man wusste, jetzt braucht es Strukturreformen. Dann gab es im Grunde zwei Ideen. Die eine war: Wir bleiben beim Sozialstaat und verteidigen ihn. Und die andere war: Wir erklären ihn zum Feind. Im liberalen Denken hat sich diese Position, dass man den Sozialstaat zum Feind erklärt, durchgesetzt. Dezidiert sozialliberale Positionen, wie sie der Landesring der Unabhängigen vertrat, sind verschwunden.

Nicht nur der Kapitalismus hat sich also nach dem Mauerfall durchgesetzt, sondern diese eine Position innerhalb des Kapitalismus.
Kapitalismus ist ja ein wahnsinnig weiter Begriff. Von sozialer Marktwirtschaft bis hin zum Anarchokapitalistischen gibt es eine unglaubliche Bandbreite. Der Kapitalismus an sich bedeutet ja nur, dass man einigermassen frei Handel betreiben darf, dass jeder seinen Beruf frei wählen kann und dass man Privatbesitz haben darf, der vom Staat geschützt wird. Das sind die Grundideen. Wie man diese ausgestaltet, ist die grosse Frage. Bei dieser Ausgestaltung war es die angebotsorientierte Wirtschaftspolitik, die so dominant wurde. Die Idee, dass sich der Staat möglichst aus Regulierungen raushält und man das Geschäftemachen vereinfacht. Und nicht das Angestelltendasein.

Grundsätzlich vertreten Sie aber das liberale Denken?
Oh ja! Die Idee der Freiheit ist wichtig. Ich glaube auch, dass es für jeden demokratischen Staat wichtig wäre, eine kluge liberale Partei zu haben, weil sie wie eine Art Korrektiv funktioniert. Gegen rechts, weil sie den Überwachungsstaat im Auge behält und schaut, dass die bürgerlichen Freiheiten gewahrt bleiben, und gegen links, damit die Bürokratie nicht überhandnimmt, die Regulierungswut.

Was ist eine kluge liberale ­Partei?
Ha! Das ist die gute Frage. Selbstverständlich eine, die die Wurzeln des liberalen Denkens noch kennt. Die in Richtung eines sozialen Liberalismus denkt und die – wenn wir schon in der Schweiz das Gespräch führen – Adolf Muschgs Diktum, das in der Präambel der Bundesverfassung steht, beachtet. Dass nämlich die Stärke der Nation sich am Wohle der Schwächsten zeigt. Aber das ist eine Frage, die sich nicht so leicht beantworten lässt. Wenn es so einfach wäre, hätten wir vielleicht auch mehr dieser Leute in den Parteien. Es gibt ja immer wieder Versuche, einen neuen ­Liberalismus zu begründen, die grünliberale Partei etwa. Auch in Österreich und Spanien gibt es solche Versuche.

Sie scheitern an den Gegebenheiten des globalen Marktes.
Sie scheitern am Willen. Der Markt schreibt uns ja nicht die Politik vor.

Viele Unternehmen sind doch so global aufgestellt, dass der Staat nicht mehr greifen kann.
Das kommt ganz drauf an, wie viel Zuständigkeit wir als Bürger dem Staat noch zusprechen. Und vor allem wie solidarisch die Staaten untereinander sind.

Warum schreiben Sie in Ihren Büchern über diese Themen?
Es sind diese Themen, die mich als politischer Bürger interessieren, die mich auch in meiner philosophischen Arbeit interessiert haben, und es sind diese Themen, die zentral sind für die Gestaltung unserer Gesellschaft, unserer Gegenwart und unserer Zukunft. Und was gerne mal übersehen wird, es sind eben auch gute literarische Stoffe – weil sie relevant sind, existenziell, dadurch, dass sie Macht ausüben über das Schicksal des Einzelnen.

«Politische Themen sind eben auch gute literarische Stoffe – weil sie relevant sind, dadurch, dass sie Macht ausüben über das Schicksal des Einzelnen.»

Sie äussern sich auch politisch und treten dafür ein, dass Schriftsteller zu gesellschaftlichen Fragen Position beziehen.
Aber nur dann, wenn ich mir sicher bin, dass es ein Thema ist, zu dem ich etwas zu sagen habe. Es ist auch wichtig, dass man nicht zu allem was zu sagen hat.

Was macht den Blick eines Autors auf diese Themen aus?
Gewisse Schriftsteller haben immer im Auge, was die Konsequenz einer historischen Begebenheit oder einer politischen Entscheidung für ein Einzelschicksal sein kann. Wie konkret jemand unter bestimmten Ideen leidet.

In Ihrem Buch schicken Sie einen deutschen Rhetorikprofessor ins Silicon Valley, damit er mit der Lösung der philosophischen Frage nach dem Ursprung des Übels eine Million Dollar gewinnt. Steht ihr Protagonist Richard Kraft nicht exemplarisch für europäisches Denken?
Ich will nicht abstreiten, dass mein Buch eine Auseinandersetzung zwischen europäischem Pessimismus in der Tradition Voltaires und Techno-Optimismus kalifornischer Art ist. Eine Figur steht für ein Milieu, dem entkommt man nie ganz. So gesehen ist mein Protagonist der europäische Geisteswissenschaftler. Aber letztlich ist er ­Richard Kraft. Sein nicht vor­handener Vater, seine schwierige Mutter, die Frauen, die er trifft, diese Dinge sind höchst individuell. Sie stehen im Vordergrund des Buches, weil es eben eine ganz persönliche Geschichte ist. Und natürlich ist das Private politisch und das Politische auch privat. Diese Verknüpfung gibt es.

Charakteristisch für Ihre Bücher ist die Ironie. Was bedeutet sie Ihnen?
Sie hat zum einen den Effekt, sich die Welt vom Leibe zu schreiben, weil man manchmal daran verzweifelt. Dann ist es mir aber auch wichtig, Distanz zu schaffen. Wenn man ein paar Schritte zurückgeht, hat man einen anderen Blickwinkel und kann für einzelne Momente die Nähe suchen.

Sie wollen nicht über Einfühlung in Ihre Charaktere Verständnis schaffen?
Es ist eine bestimmte Art von Büchern, die diese Funktion erfüllt. «Onkel Toms Hütte» etwa hat wahrscheinlich für das Verständnis der Situation der Sklaven mehr getan als alle politischen Reden. Von Zolas «Germinal» sagt man, es wäre für die Befreiung der Arbeiter wichtiger gewesen als das kommunistische Manifest. Es gibt Bücher, die dafür da sind, zu zeigen, inwiefern der andere genau gleich verletzt werden kann wie wir und der dadurch zu einem von uns wird. Und dann gibt es Bücher, die dem Leser helfen, zu verstehen, inwiefern er selbst Leid verursacht. Ich vermute, «Kraft» gehört eher zur zweiten Sorte Bücher. Gerade wenn bestimmte Männer das Buch lesen, können sie vielleicht spüren, in welcher Art und Weise sie andere demütigen. Aber dieser Aspekt erfasst nur einen ganz spezifischen, funktionellen Teil der Literatur. Literatur kann viel mehr.

Was war der Auslöser für das Buch?
Es war schon die Irritation darüber, mit wie wenig Zweifel der Fortschrittsoptimismus im Silicon Valley daherkam. Deswegen schicke ich einen Zweifler dahin. Diese Naivität hat mich aber auch fasziniert. Der Optimismus hat auch etwas Tolles. Er führt zu einer Offenheit.

Dieser Optimismus geht davon aus, man würde jedes Problem lösen können.
Im Silicon Valley trifft man oft auf die Idee, es liesse sich auf jede Frage eine Antwort finden und alle Antworten liessen sich zu einem System vereinigen und so steuerbar machen. Diese Idee ist das alte Versprechen der Aufklärung in einer neuen Form. In Europa hat die Romantik dem einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Romantiker haben gesagt: Erstens gibt es Fragen, auf die wir keine Antwort finden. Und zweitens gibt es viele Fragen, auf die wir Antworten finden, aber diese Fragen werden nicht zusammenpassen.

Sind die Programmierer und Unternehmer im Silicon Valley in die Zeit vor der Romantik zurückgekehrt?
Manchmal scheint es mir so. Das ist aber auch wieder eine seltsame Behauptung, weil das Silicon Valley gleichzeitig stark von der Hippiekultur beeinflusst ist. Es ist eine seltsame Verquickung. Aber sie ist typisch für das Silicon Valley. Man sieht immer wieder, wie die seltsamsten Konzepte, die bei näherem Betrachten überhaupt nicht zusammenpassen, miteinander verwurstet werden. So, wenn Peter Thiel sagt...

...der Paypal-Gründer und Facebook-Investor...
Wenn er sagt, er sei Christ und er wolle jetzt endlich die blöde Sterblichkeit überwinden. Die sei ja nur wie eine Krankheit. Und man denkt: Wie um Gottes Willen willst du das zusammenkriegen! (Berner Zeitung)

Erstellt: 23.05.2017, 13:33 Uhr

Literaturtage

Gesellschaftspolitische Themen sind nicht mehr das Monopol von Lukas Bärfuss. Mit Jonas Lüscher steht ihm ein Autorenkollege zur Seite. Beide haben Berner Wurzeln, beide haben ein neues Buch, beide sind an den Solothurner Literaturtagen (26.–28. 5.) an Podien vertreten: Lüscher diskutiert mit Olga Grjasnova über die «Macht der Geschichten» und Bärfuss mit David Van Reybrouck über «Die Demokratie in der Krise».

Eröffnet werden die Literaturtage mit einer Rede von Iljia Trojanov (D), der auch die Buchtaufe seines Essays «Die Flucht» feiert. Neu gibt es eine «Joute de traduction», wo sich Übersetzer zum Duell treffen. Tradition hat derweil der Solothurner Literaturpreis, der dieses Jahr Terézia Mora übergeben wird. Infos unter www.literatur.ch.

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