«Unsere Raststätte ist Kult»

«Schweiz aktuell» berichtet drei Wochen lang von der A1. Zentrum des Geschehens ist die Raststätte Würenlos, der Fressbalken. Das sei für sein Dorf eine Riesenchance, sagt der Würenloser Gemeindeschreiber Daniel Huggler.

Die Raststätte: Reporterin Katharina Locher und Moderator Michael Weinmann. Bild: SRF/Oscar Alessio

Die Raststätte: Reporterin Katharina Locher und Moderator Michael Weinmann. Bild: SRF/Oscar Alessio

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Würenlos gleich Fressbalken. Einverstanden, Herr Huggler?
Daniel Huggler: Es stimmt schon, dass Würenlos vielerorts Synonym für die Raststätte ist. Dass es dazu auch noch ein Dorf gibt, wissen die wenigsten. So grausam ist das aber nicht. Immerhin kennt jeder Schweizer den Namen unserer Heimat. Sogar Leute, die kein Auto haben, kennen unsere Raststätte. Sie ist Kult.

Jetzt sendet «Schweiz aktuell» drei Wochen lang aus Ihrer Heimat. Und schon wird Würenlos wieder auf den Fressbalken reduziert.
Als SRF anrief, wusste ich: Das wird eine super Sache, eine Riesenchance für uns. «Schweiz aktuell» ist ein ideales, positives Format für eine Gemeinde. Wir kommen hundertmal lieber in dieser Sendung vor als zum Beispiel mit einer Skandalgeschichte im «Kassensturz». Auch der Gemeinderat war von Anfang positiv eingestellt. Im Gegensatz zu anderen …

Erzählen Sie.
Gewisse Leute sagten: Oh, nein, jetzt wird unser Kanton wieder auf die Autobahn reduziert. Dabei bietet ein solches Schaufenster für uns als Gemeinde und Aargau Tourismus die Möglichkeit, den Leuten zu vermitteln, dass man im Aargau eine beliebige Autobahnausfahrt nehmen kann und wunderschöne Dinge entdecken wird, Schlösser, Altstädte und Auenlandschaften zum Beispiel. Ausserdem ist es Fakt, dass gerade wir im Limmattal stark von der Autobahn profitieren. Der Reichtum unserer Gegend hängt mit der extrem guten Verkehrsanbindung zusammen. Die Autobahn gehört zu uns, seit gut 40 Jahren.

Was erhoffen Sie sich von der «Schweiz aktuell»-Sause für Würenlos konkret?
Dass die Menschen, die uns hier besuchen, merken, dass es neben der Raststätte ein Dorf gibt, und zwar erst noch ein schönes und mit 6000 Einwohnern auch eines in respektabler Grösse. Wir stellen von der Gemeinde aus ein Festzelt auf, veranstalten drei Wochen lang Events. Es werden einige Tausend Leute erwartet. Wir brauchen freiwillige Helfer für etwa 800 Arbeitseinsätze. «A 1 – die Raststätte» wird nicht unser Dorf umwälzen, aber ich hoffe schon, dass sich Leute begegnen, die sich sonst nicht begegnen würden. Dass neue Bekanntschaften entstehen, vielleicht sogar Freundschaften.

Und was kostet der Spass?
Der Kanton leistet einen Beitrag aus dem Swisslos-Fonds, die Gemeinde unterstützt den Anlass. Ausserdem erhalten wir Sponsorengelder. Wenn etwa gleich viele Leute nach Würenlos kommen wie letztes Jahr bei «Anno 1914» ins Zürcher Oberland, dürfte ein Gewinn herausschauen, der dann den freiwilligen Helfern ausbezahlt werden soll.

Wie läuft die Suche nach Helfern?
Auf wuerenlos.ch kann man sich für die Einsätze anmelden. Die Resonanz ist gut. In der Festwirtschaft sind wir fast komplett, die Parkplatzzuweisung ist naturgemäss etwas weniger gefragt. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir alle Schichten besetzen können.

Sie suchen auch nach Leuten, die Rüeblitorten backen.
Genau. Die Rüeblitorte ist ein Aargauer Klassiker. Man kann sie auf 1001 Arten zubereiten. Wir möchten im Festzelt ein breites Spektrum davon anbieten. Darum suchen wir Leute, die für uns backen. Der Aufruf ist erst seit einigen Tagen online. Wir haben schon ein paar Zusagen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 29.07.2015, 11:24 Uhr

Der 46-jährige Gemeindeschreiber von Würenlos: Daniel Huggler.

Blogs

Sweet Home Machen Sie ruhig Fehler

Mamablog Die 10 wichtigsten Tipps für werdende Mütter

Service

Auf die Lesezeichenleiste

Hier lesen Sie unsere Blogs.

Die Welt in Bildern

Mit geschwellter Brust: Ein Mann aus Indien zeigt bei einem Wettbewerb für die beeindruckendste Gesichtsbehaarung stolz seinen Schnurrbart. Der Wettbewerb fand am Rande des jährlichen Kamel Festivals in der nordindischen Wüstenstadt Pushkar statt. (20. November 2018)
(Bild: Himanshu SHARMA ) Mehr...