Der Bachelor: Ein verdammter Glückspilz

Wenn man liebe, müsse man alles auf eine Karte setzen, sagt Janosch Nietlispach. Dann küsst er Kristina zur Siegerin der 3+-Kuppelshow «Der Bachelor».

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Welch verrückte Geschichten das Leben und diese Sendung doch schreiben! Am Schluss muss sich der «begehrteste Junggeselle der Schweiz» tatsächlich zwischen jenen zwei «Ladys» entscheiden, die allerbeste Freundinnen sind. Einkaufsmanagerin Vesna (24) und Sachbearbeiterin Kristina (22) kämpfen um die letzte Rose. Studentin Arina (23) ist als Drittplatzierte ausgeschieden. Welch Drama!

Er habe lange überlegt, ob er die beiden «Ladys» einer solchen Situation aussetzen könne, sinniert Janosch Nietlispach, der Bachelor. «Aber», sagt der 28-Jährige, «wenn man liebt, muss man alles auf eine Karte setzen.» Und dann gibt er Kristina viele Siegeszungenküsse. Vesna steht daneben und schaut zu. Vor ein paar Wochen hatte sie sich noch mit Kristina in die Villa des Bachelors geschlichen und dort einen (zumindest angedeuteten) Dreier veranstaltet!

Und, ehrlich, das war nur einer von vielen grossen Momenten dieser fünften Staffel der Kuppelshow «Der Bachelor» auf 3+. Janosch hatte, zum Beispiel, einen Seelöwen geküsst. Er hatte Kristina das mutmasslich hässlichste Kettchen geschenkt, das je in einer TV-Sendung verschenkt worden ist. Und er war kurz vor Ausstrahlung der letzten «Bachelor»-Folge in Bern Kickbox-Weltmeister geworden. Von welchem Verband und unter welchen Bedingungen, tut nichts zur Sache.

Geradezu öde dagegen war die Finalsendung am Montagabend. Nietlispachs Bruder Ramon, seine «gute Freundin» Melanie und sein «bester Kollege» Bala sollen in und um ein Luxushotel in Oman den Finalistinnen auf den Zahn fühlen. Es ist ungewiss, ob in der TV-Geschichte jemals vorhersehbarere Antworten auf abgedroschenere Fragen gegeben worden sind.

Aber wen interessiert das? «Der Bachelor» hat für 3+ wieder viele Rekorde gebrochen. Die siebte Folge vom 21. November zum Beispiel sahen sagenhafte 23 Prozent der 15- bis 49-jährigen TV-Zuschauer im Land. SRF 1 kam in dieser Zielgruppe an jenem Abend auf 12,7 Prozent.

Bei den 15- bis 24-jährigen Frauen erreichte die Show durchgehend Quoten um 50 Prozent. Das bedeutet, dass jede zweite junge TV-Konsumentin am Montagabend am liebsten einem Mann zuschaut, der an diversen Stränden aus 22 «Ladys» seine Auserwählte küren darf. Wie sagt doch Janosch gegen Ende der letzten Sendung? «Ich bin ein verdammter Glückspilz!»

PS. Nächsten Montag um 20.15 Uhr verraten Kristina und Janosch in einer Zusatzfolge, ob sie jetzt – gut drei Monate nach Abschluss der Dreharbeiten – noch ein Paar sind.

PPS. Auf www.3plus.tv können sich interessierte «Ladys» ab sofort für die nächste Staffel bewerben. (Berner Zeitung)

Erstellt: 05.12.2016, 22:02 Uhr

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