«Sonst gibt es Ärger mit Mama»

Vor dem Schicksalsspiel gegen Vaduz plagen FCZ-Trainer Uli Forte Personalsorgen. Dennoch hat er ein Geheimrezept für den Ligaerhalt.

Besorgt: Uli Forte muss mit seinem Team morgen gegen Vaduz den Abstieg abwenden.

Besorgt: Uli Forte muss mit seinem Team morgen gegen Vaduz den Abstieg abwenden. Bild: Keystone

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Das Medieninteresse bei der letzten Pressekonferenz von Uli Forte vor dem Abstiegsfinal gegen Vaduz war riesig. Grinsend betrat der als Retter verpflichtete ehemalige GC-Trainer den kleinen Raum neben dem FCZ-Museum, begrüsste die teils am Boden sitzenden Journalisten fröhlich und fragte Medienchef Patrick Lienhart, ob das Zimmer ausbaufähig sei.

Selbiges dürfte er sich nach dem 0:4-Debakel in St. Gallen über die Leistung seiner Spieler gefragt haben. Am Wochenende in Sitten gab es immerhin über weite Strecken eine positive Antwort. «Gegen Vaduz braucht es aber eine noch bessere Leistung, um doch noch für ein positives Ende sorgen zu können», sagt Forte. Zwar hat es gegen Sion nicht zum Sieg gereicht, dennoch war es für den Zürcher «ein wichtiger Punktgewinn, vor allem für den Kopf». Sein Team habe festgestellt, dass sie das Fussballspielen nicht verlernt haben.

Teamstütze Buff fraglich

Das Remis hat jedoch dazu geführt, dass der FCZ sein Schicksal nicht mehr in den eigenen Füssen hat. Er muss mehr Punkte holen als Lugano im Heimspiel gegen einen FC St. Gallen, für den es um nichts mehr geht. «Ein Anruf nach St. Gallen ist nicht nötig, ich kenne den Präsidenten Dölf Früh sehr gut, und ich bin mir sicher, dass sie alles daran setzen werden, um uns einen Gefallen zu tun», so Forte. Auch deswegen ist er davon überzeugt, dass Lugano Punkte liegen lassen wird. «Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir am Mittwochabend bereit sind. Wenn Lugano ausrutscht und wir davon nicht profitieren: Das wäre das Horrorszenario.»

Beim wichtigsten Spiel der Saison muss der 42-Jährige neben den verletzten Brecher, Kempter, Alesevic, Kleiber, Brunner und Schönbächler auch auf den gesperrten Nef verzichten. Darüber hinaus sind Etoundi, Vinicius und Buff angeschlagen und fraglich. Forte: «Unsere Physioabteilung arbeitet auf Hochtouren.» Immerhin kehrt der gegen Sion gesperrte Abwehrchef Leonardo Sanchez ins Team zurück.

Um den Heimkomplex (drei Siege in 17 Spielen) abzulegen, sprach in den vergangenen Tagen Forte viel mit den Spielern und versuchte ihnen zu vermitteln, dass die Vergangenheit nicht zählt: «Diese Statistiken sind für die Journalisten, für uns zählt nur das morgige Spiel.» Trotz allem Vertrauen appellierte Forte auch daran, dass der Fussballgott immerhin für einen Tag FCZ-Fan sein soll. Dafür will er sogar in der Kirche eine Kerze anzünden. «Ein Rat von meiner Mutter», erklärte er und fügte an: «Und man hört lieber darauf, sonst gibt es Ärger mit Mama.» (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.05.2016, 17:31 Uhr

Super League

36. Runde

02.06.FC Basel 1893 - FC St. Gallen4 : 1
02.06.FC Lugano - FC Luzern0 : 1
02.06.FC Sion - Grasshopper Club1 : 1
02.06.FC Vaduz - FC Thun1 : 3
02.06.BSC Young Boys - FC Lausanne-Sport2 : 0
Stand: 02.06.2017 22:38

Rangliste

NameSpSUNG:EP
1.FC Basel 189336268292:3586
2.BSC Young Boys36209772:4469
3.FC Lugano361581352:6153
4.FC Sion361561560:5551
5.FC Luzern361481462:6650
6.FC Thun3611121358:6345
7.FC St. Gallen361181743:5741
8.Grasshopper Club361081847:6138
9.FC Lausanne-Sport36981951:6235
10.FC Vaduz36792045:7830
Stand: 02.06.2017 22:39

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