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CR7, LM10, MR11 – und nun sogar MH23: Vom Vermarktungswahn im Fussballgeschäft.

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Neulich im Internet. Ein Fussballer liegt auf einem Krankenbett, ein gereckter Daumen, darunter gute Wünsche, gefolgt von einer Flugnummer. Verwirrung. Oder was hat es mit MH23 auf sich? Soll das irgendjemandem ein Begriff sein?

Zur Klärung: Marcel Halstenberg spielt mit der Nummer 23 für RB Leipzig, nach seinem Mittelhandbruch geht es ihm wieder besser, soweit eine gute Nachricht. Dass sein Verein ihn so verzweifelt als Star inszeniert, ist dann eher peinlich. Keiner zu klein, eine Marke zu sein.

Die deutsche Boulevardzeitung «Bild» schreibt ja aus Prinzip bei jedem Transfer vom Wechsel des «Bundesliga-Stars» – auch, wenn es sich dabei um den dritten Torwart des FC Augsburg handelt. Fussballer haben gefälligst Berühmtheiten zu sein, und zwar mindestens auf Stufe Ikone! Der rote Teppich ist so wichtig wie der grüne Rasen.

Messi, Neymar und Ronaldo – sie besitzen längst alle Eigenmarken, inklusive Logo und Kleiderlinie. Immerhin sind sie Weltstars, versammeln Millionen Follower und Milliarden Franken hinter sich. Doch welchen Erkennungswert hat MH23?

Mit Marco Schneuwly war es damals noch eher scherzhaft, als eine Gruppe YB-Fans den schweigsamen, bescheidenen Wünnewiler kurzerhand MS9 taufte, als er unter Christian Gross nicht mehr auf Touren kam. Heute sind solche Inszenierungen oft lächerlicher Ernst.

Immerhin gibt es Kicker, die haben nebst dem Schuss Grössenwahn noch eine Portion Witz. Marco Reus etwa ging vor Jahren einen Vertrag mit einem Spielzeughersteller ein. Das Plastikauto MR11 war nie ein Verkaufsrenner. Dafür wurde es – vor seiner Verletzungsmisere – noch ohne Handbremse verkauft. (Berner Zeitung)

Erstellt: 02.02.2018, 08:52 Uhr

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